AHA vs. Glycolsäure: Was ist der Unterschied – und welches Peeling passt zu dir?

27. Dez 2025

Die Verwirrung um Säuren in der Hautpflege

Glycolsäure, AHA, Milchsäure, Fruchtsäurepeeling – wer sich mit chemischen Peelings beschäftigt, stößt schnell auf ein Wirrwarr von Begriffen. Die Frage, die uns am häufigsten erreicht: "Was ist eigentlich der Unterschied zwischen AHA und Glycolsäure?"

Die kurze Antwort: Glycolsäure IST eine AHA. Sie ist quasi die kleine Schwester in einer größeren Familie. Aber diese Familie hat noch andere Mitglieder – und je nach Hautproblem kann eine andere Säure besser zu dir passen.

In diesem Guide klären wir die Begriffe, erklären die Unterschiede und helfen dir, das richtige Peeling für deine Haut zu finden.


Was bedeutet AHA eigentlich?

AHA steht für Alpha-Hydroxysäuren – eine Gruppe wasserlöslicher Säuren, die natürlich in Früchten, Milch und Zuckerrohr vorkommen. Deshalb heißen sie auch Fruchtsäuren, obwohl nicht alle aus Früchten stammen.

Die AHA-Familie umfasst mehrere Mitglieder:

Glycolsäure – aus Zuckerrohr, die kleinste und damit durchdringendste AHA

Milchsäure (Lactic Acid) – aus fermentierter Milch, größer und sanfter als Glycolsäure

Mandelsäure – aus Bittermandeln, noch größer und besonders sanft

Apfelsäure – aus Äpfeln

Weinsäure – aus Trauben

Zitronensäure – aus Zitrusfrüchten

Alle AHAs wirken nach demselben Prinzip: Sie lösen die "Klebstoffe" zwischen den abgestorbenen Hautzellen und beschleunigen so die natürliche Hauterneuerung. Das Ergebnis: glattere Textur, ebenmäßigerer Teint, weniger Pigmentflecken und feinere Poren.


Glycolsäure: Die Power-AHA

Glycolsäure ist die bekannteste und am besten erforschte AHA. Ihr Vorteil: Sie hat die kleinste Molekülgröße aller Fruchtsäuren und dringt daher am tiefsten in die Haut ein.

Molekülgröße: 76 Dalton (zum Vergleich: Milchsäure hat 90 Dalton)

Herkunft: Zuckerrohr

Stärke: Die effektivste AHA bei Hyperpigmentierung und Falten

Aber: Kann bei empfindlicher Haut irritieren

Glycolsäure eignet sich besonders für normale bis fettige Haut, die intensive Erneuerung braucht. Sie ist die erste Wahl bei großen Poren, Aknenarben und hartnäckigen Pigmentflecken.

Unser The Glycolic Exfoliating Liquid enthält 5% Glycolsäure – eine wirksame Konzentration, die auch für Einsteiger geeignet ist. Die Formel wird durch Cranberry- und Lingonberry-Antioxidantien ergänzt, die die Haut während der Erneuerung schützen.


Milchsäure: Die sanfte AHA

Milchsäure ist die zweitpopulärste AHA – und die sanftere Alternative zu Glycolsäure. Die größeren Moleküle dringen weniger tief ein, was sie verträglicher macht, aber nicht weniger wirksam.

Molekülgröße: 90 Dalton

Herkunft: Fermentierte Milch (vegan auch synthetisch herstellbar)

Stärke: Peelt UND spendet Feuchtigkeit gleichzeitig

Vorteil: Besser verträglich für empfindliche Haut

Ein besonderer Bonus: Milchsäure ist Teil des natürlichen Feuchthaltefaktors (NMF) der Haut. Sie peelt nicht nur, sondern verbessert gleichzeitig die Feuchtigkeitsbindung. Deshalb fühlt sich die Haut nach Milchsäure-Peelings nie ausgetrocknet an.

Unser The AHA Peeling Concentrate setzt auf 10% Milchsäure – eine hohe Konzentration für intensive Erneuerung. Die Kombination mit 1% Hyaluronsäure verstärkt den Feuchtigkeitseffekt zusätzlich.


Der direkte Vergleich: Glycolsäure vs. Milchsäure

Eigenschaft Glycolsäure Milchsäure
Molekülgröße 76 Dalton (klein) 90 Dalton (größer)
Eindringtiefe Tief Oberflächlicher
Intensität Intensiver Sanfter
Feuchtigkeit Neutral Spendet zusätzlich Feuchtigkeit
Für empfindliche Haut Bedingt Gut geeignet
Beste Wirkung bei Große Poren, Aknenarben, Pigmentflecken Fahle Haut, Falten, Trockenheit

Welches Peeling passt zu dir?

Wähle Glycolsäure, wenn du:

  • Große, verstopfte Poren verfeinern willst
  • Aknenarben oder PIH (Post-Inflammatory Hyperpigmentation) hast
  • Hartnäckige Pigmentflecken aufhellen möchtest
  • Normale bis fettige Haut hast
  • Ein schnelles Ergebnis willst

The Glycolic Exfoliating Liquid mit 5% Glycolsäure

Wähle Milchsäure, wenn du:

  • Empfindliche oder trockene Haut hast
  • Erste Anzeichen der Hautalterung behandelst
  • Feine Linien und Falten glätten willst
  • Einen strahlenden Glow wünschst
  • Neu bei chemischen Peelings bist

The AHA Peeling Concentrate mit 10% Milchsäure + 1% Hyaluronsäure


So wendest du AHA-Peelings richtig an

Die goldenen Regeln

Abends anwenden. AHAs machen die Haut lichtempfindlicher. Verwende sie immer abends.

Langsam starten. Beginne mit 1-2x pro Woche und steigere auf 2-3x, wenn deine Haut es verträgt.

SPF ist Pflicht. Am Tag nach dem Peeling (und generell jeden Tag) mindestens SPF 30 verwenden.

Nicht kombinieren. Verwende AHAs nicht gleichzeitig mit Retinol oder Vitamin C. Wechsle die Abende ab.

Auf die Haut hören. Brennen ist normal, Schmerzen nicht. Bei anhaltender Irritation Anwendung reduzieren.

Anwendung: The Glycolic Exfoliating Liquid

Abends nach der Reinigung mit einem Wattepad auf Gesicht, Hals und Dekolleté auftragen. Augenpartie aussparen. Nicht abspülen. Mit Feuchtigkeitspflege abschließen. 2-3x wöchentlich.

Anwendung: The AHA Peeling Concentrate

Abends auf die gereinigte Haut auftragen. Über Nacht einwirken lassen. Mit Feuchtigkeitspflege abschließen. 1-2x wöchentlich.


AHA vs. BHA: Was ist der Unterschied?

Während wir bei den Säuren sind – eine weitere häufige Frage: Was ist der Unterschied zwischen AHA und BHA?

AHA (Alpha-Hydroxysäuren): Wasserlöslich. Wirken an der Hautoberfläche. Ideal für Pigmentflecken, Falten, raue Textur und fahlen Teint.

BHA (Beta-Hydroxysäure/Salicylsäure): Fettlöslich. Dringt in die Poren ein. Ideal für Akne, Mitesser und fettige Haut.

Kurz: AHAs arbeiten AUF der Haut, BHAs IN den Poren. Bei Akne mit verstopften Poren ist BHA oft die bessere Wahl. Bei Hautalterung und Pigmentflecken sind AHAs effektiver.


Häufige Fragen zu AHA und Glycolsäure

Kann ich Glycolsäure und Milchsäure kombinieren?

Ja, aber nicht am selben Abend. Du kannst abwechseln – z.B. Glycolsäure montags und donnerstags, Milchsäure samstags. Oder: Glycolsäure für die T-Zone, Milchsäure für die empfindlicheren Wangen.

Ab welchem Alter sollte ich AHA verwenden?

AHAs sind keine Altersfrage, sondern eine Hautfrage. Auch junge Haut kann von Peelings profitieren – etwa bei Akne oder unebener Textur. Bei Hautalterung werden AHAs ab Mitte 20 oft empfohlen.

Wie lange dauert es, bis ich Ergebnisse sehe?

Erste Verbesserungen in Textur und Glow oft schon nach 1-2 Wochen. Für sichtbare Veränderungen bei Pigmentflecken und Falten rechne mit 6-12 Wochen regelmäßiger Anwendung.

Kann ich AHA in der Schwangerschaft verwenden?

Glycolsäure und Milchsäure gelten als sicher während der Schwangerschaft, da sie nicht systemisch aufgenommen werden. Trotzdem empfehlen wir, vorher mit deinem Arzt zu sprechen.

Warum brennt meine Haut nach dem Auftragen?

Ein leichtes Prickeln oder kurzes Brennen (30-60 Sekunden) ist normal – die Säure arbeitet. Anhaltende Rötung oder Schmerzen deuten auf Überempfindlichkeit hin. Dann Anwendung reduzieren oder zu einer sanfteren Säure wechseln.


Unser Fazit

Der "Unterschied" zwischen AHA und Glycolsäure ist eigentlich keiner – Glycolsäure ist eine AHA, genauer gesagt die kleinste und intensivste der Familie. Die wahre Frage ist: Welche AHA passt zu DEINER Haut?

Für intensive Erneuerung und Porenpflege: Glycolsäure → The Glycolic Exfoliating Liquid | 5% Glycolsäure | €59.90

Für sanfte Erneuerung und Anti-Aging: Milchsäure → The AHA Peeling Concentrate | 10% Milchsäure + 1% Hyaluron | €49.90

Beide Produkte sind COSMOS Natural zertifiziert, vegan und frei von Silikonen, Parabenen und Mineralöl.


Wissenschaftliche Quellen

  1. Tang, S. C., & Yang, J. H. (2018). Dual Effects of Alpha-Hydroxy Acids on the Skin. Molecules, 23(4), 863.
  2. Kornhauser, A., et al. (2010). Applications of hydroxy acids: classification, mechanisms, and photoactivity. Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 3, 135-142.
  3. Sharad, J. (2013). Glycolic acid peel therapy – a current review. Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 6, 281-288.
  4. Smith, W. P. (1996). Epidermal and dermal effects of topical lactic acid. Journal of the American Academy of Dermatology, 35(3), 388-391.
  5. Babilas, P., et al. (2012). Chemical peels. Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 10(3), 167-176.