Exosomen und Peptide: Was ist das eigentlich, und für wen sind sie gut?

3. Okt 2026

Kaum ein Wirkstoff wird gerade so viel gehypt wie Exosomen. Und Peptide gelten seit Jahren als eine der wichtigsten Anti-Aging-Wirkstoffgruppen. Aber was sind das eigentlich für Stoffe? Wie wirken sie in der Haut, und was ist Marketing? In diesem Beitrag erklären wir dir beide Wirkstoffe verständlich, ehrlich und ohne Fachchinesisch.

Teil 1: Peptide

Was sind Peptide?

Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, also aus den Bausteinen, aus denen auch Proteine bestehen. Der Unterschied ist die Länge: Proteine wie Kollagen bestehen aus hunderten Aminosäuren, Peptide nur aus wenigen. Ein Hexapeptid zum Beispiel besteht aus sechs Aminosäuren, ein Pentapeptid aus fünf.

Diese geringe Größe ist ihr großer Vorteil. Kollagen selbst ist als Molekül so groß, dass es kaum in die Haut eindringen kann. Peptide sind klein genug, um in den oberen Hautschichten aktiv zu werden.

Wie wirken Peptide in der Haut?

In unserem Körper funktionieren Peptide oft als Botenstoffe. Sie geben Zellen Signale, etwas zu tun. Genau das macht man sich in der Hautpflege zunutze. Es gibt verschiedene Arten:

  • Signalpeptide senden der Haut eine Art Reparatur-Signal, mehr Kollagen und Elastin zu bilden. Sie gehören zu den am besten untersuchten Peptiden in der Hautpflege.
  • Carrier-Peptide transportieren Spurenelemente wie Kupfer in die Haut, die für die Hauterneuerung wichtig sind.
  • Neurotransmitter-hemmende Peptide sollen die Muskelaktivität leicht entspannen und so Mimikfältchen mildern. Sie werden deshalb gern als „Botox-Alternative“ bezeichnet. Die Wirkung ist aber viel sanfter und nicht vergleichbar mit einer Injektion.
  • Peptide zur Feuchtigkeitsbindung und Barrierestärkung unterstützen die Haut dabei, Feuchtigkeit zu halten.

In unseren SheCARE-Peptid-Produkten steckt Hexapeptide-11. Dieses Peptid wird aus Hefe gewonnen und in der Kosmetik eingesetzt, weil es die Spannkraft der Haut unterstützt. In unserem Peptide Anti-Aging Serum ist es mit 2 % enthalten, zusammen mit Hyaluronsäure und Ginkgo.

Was können Peptide, und was nicht?

Was du erwarten kannst:

  • sichtbar glattere Haut und gemilderte feine Linien
  • mehr Spannkraft und Elastizität
  • eine pralle, gepolsterte Haut, vor allem in Kombination mit Hyaluronsäure

Was du nicht erwarten solltest:

  • Wunder über Nacht. Peptide wirken langsam, ähnlich wie Training für die Haut. Sichtbare Ergebnisse brauchen meist vier bis acht Wochen regelmäßiger Anwendung.
  • Die Wirkung einer Botox-Behandlung oder eines Fillers. Peptide sind Pflege, keine Medizin.
Für wen sind Peptide geeignet?

Das Schöne an Peptiden: Sie sind sehr gut verträglich. Sie machen die Haut nicht lichtempfindlich und reizen in der Regel nicht. Deshalb eignen sie sich für fast alle:

  • ab etwa Ende zwanzig, wenn die Haut beginnt, weniger Kollagen zu bilden
  • für reife Haut, die an Spannkraft verliert
  • für alle, die Retinol nicht vertragen und eine sanfte Anti-Aging-Alternative suchen
  • für die empfindliche Augenpartie, wo stärkere Wirkstoffe oft zu viel sind
  • morgens und abends, weil sie nicht lichtempfindlich machen

Gut zu kombinieren mit: Hyaluronsäure, Niacinamid, Vitamin C, Retinol-Alternativen wie Bakuchiol oder Bidens Pilosa.

Unsere Peptid-Produkte:

  • Peptide Anti-Aging Serum: 2 % Hexapeptide-11 mit Hyaluron und Ginkgo
  • Peptide Age-Defying Eye Cream: für Krähenfüße und feine Linien
  • Peptide Ageless AM/PM Cream: eine Creme für Tag und Nacht
  • Alle drei zusammen in der Anti-Age Peptide Gift Box

Teil 2: Exosomen

Was sind Exosomen?

Exosomen sind winzige Bläschen, die von Zellen abgegeben werden. Man kann sie sich wie kleine Postpakete vorstellen: Zellen packen darin Informationen wie Proteine, Lipide und genetische Botenstoffe ein und schicken sie an andere Zellen. So kommunizieren Zellen miteinander.

Exosomen sind extrem klein, nur etwa 30 bis 150 Nanometer. Das ist ungefähr tausendmal dünner als ein menschliches Haar.

Warum sind Exosomen in der Hautpflege so ein Trend?

Die Idee dahinter ist faszinierend: Wenn Exosomen Zellen Botschaften übermitteln können, könnten sie der Haut vielleicht auch Signale geben, sich zu erneuern, Feuchtigkeit zu speichern oder sich zu beruhigen. Der Trend kommt ursprünglich aus der koreanischen Hautpflege und der ästhetischen Medizin. Dort werden Exosomen zum Beispiel nach Microneedling eingesetzt.

Wichtig: Woher kommen die Exosomen?

Hier lohnt sich ein genauer Blick, denn Exosomen ist nicht gleich Exosomen:

  • Exosomen aus menschlichen Zellen (zum Beispiel aus Stammzellen) werden vor allem in der ästhetischen Medizin verwendet. In Kosmetik sind Bestandteile menschlicher Zellen in der EU verboten.
  • Pflanzliche Exosomen werden aus Pflanzen gewonnen, zum Beispiel aus Äpfeln, Rosen oder Ginseng. Genau genommen spricht man hier von „exosomen-ähnlichen Nanovesikeln“. Sie sind vegan, in der EU erlaubt und werden in der Naturkosmetik eingesetzt.

In unserem Exosome & Niacinamide Serum stecken pflanzliche Exosomen aus Apfelextrakt, also vollständig vegan.

Was können Exosomen, und was ist (noch) Hype?

Ganz ehrlich: Die Forschung zu Exosomen in der Hautpflege steht noch am Anfang. Erste Studien sind vielversprechend, aber viele Fragen sind noch offen, besonders bei pflanzlichen Exosomen. Was man heute sagen kann:

  • Pflanzliche Exosomen enthalten Antioxidantien, Lipide und Proteine, die die Haut pflegen und schützen.
  • Sie werden mit einer frischeren, ebenmäßigeren und strahlenderen Haut in Verbindung gebracht.
  • Ihre kleine Struktur macht sie interessant als „Transporter“ für andere Pflegestoffe.

Was du nicht glauben solltest: dass ein Exosomen-Serum eine ästhetische Behandlung ersetzt oder die Haut über Nacht verjüngt. Exosomen sind ein spannender Baustein, kein Wundermittel.

Darum kombinieren wir sie in unserem Serum mit bewährten Wirkstoffen: Niacinamid für einen ebenmäßigen Hautton und eine starke Barriere, Milchsäure für sanfte Erneuerung, Hyaluronsäure für Feuchtigkeit, Probiotika-Fermente für das Hautmikrobiom und Centella Asiatica zur Beruhigung. So bekommst du die Innovation der Exosomen und die verlässliche Wirkung klassischer Inhaltsstoffe.

Für wen sind Exosomen geeignet?

Pflanzliche Exosomen sind sanft und gut verträglich. Sie passen besonders zu:

  • fahler, müder Haut, die wieder strahlen soll
  • unebenem Hautton und ersten Zeichen der Hautalterung
  • empfindlicher Haut: Unser Exosome & Niacinamide Serum ist parfumfrei
  • einer gestressten Hautbarriere, zum Beispiel nach Peelings, im Winter oder bei Wetterwechsel
  • allen, die neugierig auf innovative Wirkstoffe sind und gleichzeitig vegan pflegen möchten

Gut zu kombinieren mit: Peptiden, Hyaluronsäure, Vitamin C. Weil unser Serum Milchsäure enthält, tagsüber bitte immer Sonnenschutz verwenden.

Peptide oder Exosomen: Was passt zu mir?

Peptide Exosomen (pflanzlich)
Was ist das? Kurze Aminosäureketten, Botenstoffe Winzige Bläschen, die Zellbotschaften transportieren
Hauptwirkung Spannkraft, glattere Haut, weniger feine Linien Frische, Glow, ebenmäßiger Teint, Barriere
Forschungsstand Gut untersucht Noch jung, vielversprechend
Ideal für Erste Linien, reife Haut, Augenpartie Fahle, müde, unebene Haut, empfindliche Haut
Wann? Morgens und abends Morgens und abends, mit Sonnenschutz


Die gute Nachricht: Du musst dich nicht entscheiden.
Peptide und Exosomen ergänzen sich wunderbar. Morgens das Exosome & Niacinamide Serum für Glow und Schutz, abends das Peptide Anti-Aging Serum für Spannkraft, oder umgekehrt.

Unser Fazit

Peptide sind bewährte, gut verträgliche Anti-Aging-Wirkstoffe, die die Spannkraft der Haut unterstützen und feine Linien sichtbar mildern. Sie gehören in jede Anti-Aging-Routine ab Ende zwanzig.

Exosomen sind eine spannende Innovation, besonders für mehr Glow und einen ebenmäßigen Teint. Achte auf pflanzliche Exosomen und auf eine Formel, die sie mit bewährten Wirkstoffen kombiniert.

Und bei beiden gilt: Regelmäßigkeit schlägt Hype. Gib deiner Haut vier bis acht Wochen Zeit, und vergiss tagsüber den Sonnenschutz nicht.

Häufige Fragen zu Exosomen und Peptiden

Sind Peptide und Kollagen dasselbe?
Nein. Kollagen ist ein großes Protein. Peptide sind viel kleinere Aminosäureketten. Manche Peptide unterstützen die Haut bei der eigenen Kollagenbildung, enthalten aber selbst kein Kollagen.

Sind Exosomen in Kosmetik vegan?
Das hängt von der Quelle ab. Pflanzliche Exosomen, wie die aus Apfelextrakt in unserem Serum, sind vegan. Exosomen aus menschlichen Zellen sind in Kosmetik in der EU nicht erlaubt.

Kann ich Peptide mit Retinol kombinieren?
Ja, Peptide sind gut kombinierbar, auch mit Retinol und Retinol-Alternativen wie Bakuchiol. Sie gelten als sanfte Ergänzung.

Ab welchem Alter sind Peptide sinnvoll?
Ab etwa Ende zwanzig, wenn die Haut beginnt, weniger Kollagen zu bilden. Aber auch reife Haut profitiert deutlich.

Machen Peptide oder Exosomen die Haut lichtempfindlich?
Peptide nicht. Exosomen selbst auch nicht, unser Exosome & Niacinamide Serum enthält aber Milchsäure. Deshalb tagsüber immer Sonnenschutz verwenden, was du für eine Anti-Aging-Routine sowieso tun solltest.