Keratin für die Haare: Der ultimative Guide für stärkeres, glänzenderes Haar
Warum dein Haar nach Keratin verlangt
Jede Frau kennt das Gefühl: Du blickst in den Spiegel und siehst statt glänzender, voller Haare nur strohiges, brüchiges Haar ohne Leben. Spliss, Frizz und abgebrochene Längen erzählen die Geschichte von Föhn, Glätteisen, Colorationen und Umweltstress. Die gute Nachricht: Dein Haar besteht zu 85-90% aus einem Protein namens Keratin – und genau dieses Protein kannst du von außen wieder zuführen.
Keratin ist keine Marketing-Erfindung der Kosmetikindustrie, sondern der fundamentale Baustein deines Haares. Wenn du verstehst, wie Keratin funktioniert und wie du es richtig anwendest, kannst du selbst stark geschädigtes Haar wieder aufbauen. In diesem umfassenden Guide erfährst du alles über die Wissenschaft hinter Keratin, welche Produkte wirklich wirken und wie du dir eine effektive Keratin-Routine aufbaust.
Was ist Keratin eigentlich?
Keratin ist ein faseriges Strukturprotein, das in der Natur weit verbreitet ist. Es bildet nicht nur den Hauptbestandteil menschlicher Haare, sondern auch von Nägeln, der äußeren Hautschicht, sowie von Hörnern, Federn und Klauen bei Tieren. Die besondere Stärke von Keratin liegt in seiner molekularen Struktur: Lange Proteinketten sind durch sogenannte Disulfidbrücken miteinander verbunden – schwefelhaltige Bindungen, die dem Haar seine Elastizität und Widerstandsfähigkeit verleihen.
Stell dir die Haarstruktur wie ein Seil vor: Tausende von Keratin-Proteinfasern sind spiralförmig umeinander gewunden und bilden so die innere Struktur jedes einzelnen Haares, den sogenannten Cortex. Um diesen Kern herum liegt die Cuticula – eine schützende Schuppenschicht, die ebenfalls aus Keratin besteht. Bei gesundem Haar liegen diese Schuppen flach an und reflektieren das Licht, was zu natürlichem Glanz führt.
Das Problem: Unser Haar ist ständigen Angriffen ausgesetzt. Hitze durch Föhnen und Glätten, chemische Behandlungen wie Färben und Dauerwellen, mechanische Belastung durch Bürsten und Haargummis, UV-Strahlung und Umweltverschmutzung – all diese Faktoren greifen das Keratin an. Die Disulfidbrücken brechen, die Schuppenschicht wird rau und steht ab, und das Haar verliert seine Struktur. Das Resultat: Haarbruch, Spliss, Frizz und stumpfes, lebloses Haar.
Die Wissenschaft: Wie hydrolysiertes Keratin wirkt
Der Unterschied zwischen Keratin und hydrolysiertem Keratin
Wenn wir von Keratin in Haarpflegeprodukten sprechen, meinen wir in der Regel hydrolysiertes Keratin. Der Unterschied ist entscheidend: Natives Keratin-Protein ist viel zu groß, um in die Haarstruktur einzudringen. Es würde einfach auf der Oberfläche liegen bleiben und beim nächsten Waschen ausgespült werden.
Hydrolysiertes Keratin hingegen wurde durch einen enzymatischen oder chemischen Prozess in kleinere Peptide und Aminosäuren aufgespalten. Diese kleineren Moleküle können tatsächlich in den Haarcortex eindringen und dort die beschädigten Stellen "auffüllen". Wissenschaftler sprechen hier von einer "Reparatur auf molekularer Ebene".
Was die Forschung sagt
Eine wichtige Studie von Secchi aus dem Jahr 2008 untersuchte die Wirkung von hydrolysiertem Keratin auf geschädigtes Haar. Die Forscher fanden heraus, dass Keratin-Peptide die mechanische Festigkeit von chemisch behandeltem Haar signifikant verbesserten. Die Haare zeigten eine erhöhte Zugfestigkeit und weniger Bruchneigung.
Weitere Untersuchungen von Barba et al. (2010) bestätigten, dass hydrolysiertes Keratin die Haarstruktur von innen heraus stärkt. Besonders interessant: Die Wirkung war kumulativ – je regelmäßiger die Anwendung, desto stärker der Effekt. Die Forscher beobachteten eine Verbesserung der Haarelastizität um bis zu 40% nach achtwöchiger Anwendung.
Eine Studie von Fernandes und Cavaco-Paulo (2012) ging noch einen Schritt weiter und zeigte, dass Keratin-Peptide nicht nur bestehende Schäden reparieren, sondern auch einen präventiven Schutzfilm bilden, der das Haar vor zukünftigen Schäden bewahrt.
Der Reparaturmechanismus im Detail
Wenn du ein Keratin-Shampoo oder einen Keratin-Conditioner verwendest, passiert Folgendes auf mikroskopischer Ebene:
Die hydrolysierten Keratin-Peptide werden vom Haar absorbiert und wandern durch die beschädigte Schuppenschicht in den Cortex. Dort lagern sie sich in den Hohlräumen an, die durch den Verlust von körpereigenem Keratin entstanden sind. Sie bilden neue Verbindungen mit den vorhandenen Proteinen und füllen so buchstäblich die "Löcher" in der Haarstruktur.
Gleichzeitig legt sich ein Teil des Keratins auf die äußere Schuppenschicht und glättet sie. Die vorher abstehenden Schuppen werden wieder angelegt, das Haar reflektiert mehr Licht und erscheint glänzender. Dieser Glättungseffekt reduziert auch Frizz erheblich, da die geschlossene Cuticula weniger Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt.
Die 7 wichtigsten Vorteile von Keratin für deine Haare
1. Reparatur von Haarschäden
Der offensichtlichste Vorteil: Keratin repariert geschädigtes Haar von innen. Ob durch Hitze-Styling, chemische Behandlungen oder mechanische Belastung – hydrolysiertes Keratin kann die verlorene Proteinstruktur teilweise wiederherstellen. Das Haar wird wieder stabiler und widerstandsfähiger.
2. Reduktion von Haarbruch
Haarbruch entsteht, wenn die innere Struktur des Haares so geschwächt ist, dass es mechanischem Stress nicht mehr standhält. Keratin stärkt diese Struktur und macht das Haar elastischer. Studien zeigen, dass regelmäßige Keratin-Behandlungen den Haarbruch um bis zu 80% reduzieren können.
3. Sichtbar mehr Glanz
Wenn die Schuppenschicht beschädigt ist, reflektiert das Haar das Licht ungleichmäßig und wirkt stumpf. Keratin glättet die Cuticula und sorgt dafür, dass die Schuppen wieder flach anliegen. Das Ergebnis: intensiver, natürlicher Glanz, der von innen zu kommen scheint.
4. Frizz-Kontrolle
Frizz entsteht, wenn abstehende Schuppenschichten Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und das Haar aufquellen lassen. Keratin versiegelt die Cuticula und bildet eine Schutzbarriere gegen Luftfeuchtigkeit. Selbst bei schwülem Wetter bleibt das Haar glatt und kontrolliert.
5. Mehr Volumen und Fülle
Es klingt paradox: Wie kann ein Protein, das das Haar glättet, gleichzeitig Volumen geben? Der Trick liegt in der Stärkung der Haarstruktur. Gesundes, kräftiges Haar hat mehr Stand und fällt nicht so schnell zusammen. Besonders feines Haar profitiert enorm, da es durch Keratin an Substanz gewinnt, ohne beschwert zu werden.
6. Schutz vor Hitze und Umwelt
Keratin bildet einen schützenden Film um jedes einzelne Haar. Dieser Film wirkt wie ein Hitzeschild beim Föhnen und Glätten und schützt vor UV-Strahlung und Umweltschadstoffen. So wird weiteren Schäden vorgebeugt.
7. Verbesserte Kämmbarkeit
Geschädigtes Haar verhakt sich leicht und neigt zu Knoten. Die glättende Wirkung von Keratin sorgt dafür, dass Kamm und Bürste mühelos durchgleiten. Das reduziert nicht nur die Zeit beim Styling, sondern auch den mechanischen Stress, der durch aggressives Kämmen entsteht.
Wann dein Haar Keratin braucht: Die Warnsignale
Nicht jedes Haar braucht intensive Keratin-Pflege. Aber wenn du eines oder mehrere dieser Warnsignale erkennst, ist es Zeit zu handeln:
Sichtbarer Spliss: Die gespaltenen Spitzen sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Haarstruktur geschädigt ist. Keratin kann zwar keinen bestehenden Spliss "kleben", aber es kann verhindern, dass er sich weiter nach oben arbeitet.
Erhöhter Haarbruch: Wenn du beim Kämmen oder nach dem Duschen übermäßig viele Haare verlierst und diese mitten in der Länge abgebrochen sind (nicht an der Wurzel), ist das ein Zeichen für geschwächte Haarstruktur.
Strohiges, raues Gefühl: Gesundes Haar fühlt sich seidig und glatt an. Wenn dein Haar sich rau und trocken anfühlt, liegt das oft an einer beschädigten Schuppenschicht.
Stumpfer, matter Glanz: Wenn selbst frisch gewaschenes Haar leblos und glanzlos wirkt, reflektiert die beschädigte Cuticula das Licht nicht mehr richtig.
Unkontrollierbarer Frizz: Besonders bei Luftfeuchtigkeit kräuselt sich das Haar und lässt sich nicht bändigen – ein klassisches Zeichen für offene Schuppenschicht.
Färben oder Blondieren: Chemische Behandlungen greifen die Haarstruktur massiv an. Nach jeder Coloration ist Keratin-Pflege besonders wichtig.
Regelmäßiges Hitze-Styling: Föhn, Glätteisen und Lockenstab bei hohen Temperaturen zerstören die Disulfidbrücken im Keratin. Wer täglich stylt, sollte regelmäßig Keratin zuführen.
Die perfekte Keratin-Routine: Ein 3-Stufen-System
Für optimale Ergebnisse empfehlen wir ein aufeinander abgestimmtes Keratin-System aus drei Produkten, die synergetisch zusammenwirken:
Stufe 1: Reinigung mit dem Keratin Volume Boost Shampoo
Die Basis jeder guten Haarpflege ist die richtige Reinigung. Unser Keratin Volume Boost Shampoo wurde entwickelt, um das Haar gründlich zu reinigen, ohne es auszutrocknen – und gleichzeitig die erste Dosis Keratin zu liefern.
Was macht dieses Shampoo besonders?
Die Formel kombiniert milde, sulfatfreie Tenside mit hydrolysiertem Keratin. Während das Shampoo Talg, Styling-Rückstände und Umweltschmutz entfernt, beginnt das Keratin bereits, in die Haarstruktur einzudringen. So wird die Reinigung zur ersten Pflegestufe.
Die Star-Wirkstoffe im Shampoo:
Hydrolysiertes Keratin: Dringt während der Wäsche in die Haarstruktur ein, füllt Lücken und stärkt von innen.
Koffein: Stimuliert die Kopfhaut und fördert die Durchblutung. Gut durchblutete Haarfollikel produzieren kräftigeres Haar.
Pfefferminzöl & Menthol: Erfrischen die Kopfhaut mit einem belebenden Kühleffekt und wirken antibakteriell.
Rosmarinöl: Fördert nachweislich das Haarwachstum. Eine Studie von Panahi et al. (2015) zeigte, dass Rosmarinöl genauso effektiv sein kann wie Minoxidil.
Sodium PCA & Zink PCA: Bilden einen Hydratations-Komplex, der Feuchtigkeit bindet und die Kopfhaut in Balance hält.
Pfifferlingextrakt: Reich an Spurenelementen und B-Vitaminen, die das Haar nähren.
Anwendung: Eine haselnussgroße Menge ins feuchte Haar einmassieren, aufschäumen und sanft in Kopfhaut und Längen einarbeiten. Gründlich ausspülen. Bei stark verschmutztem Haar oder viel Styling-Produkten den Vorgang wiederholen.
Stufe 2: Intensive Pflege mit dem Keratin Volume Boost Conditioner
Nach der Reinigung ist das Haar besonders aufnahmefähig für Pflegestoffe. Der Keratin Volume Boost Conditioner nutzt diesen Moment optimal aus und liefert eine konzentrierte Dosis Keratin plus nährende Öle.
Was macht diesen Conditioner besonders?
Die reichhaltige Formel wurde so entwickelt, dass sie intensiv pflegt, ohne das Haar zu beschweren. Der Schlüssel liegt in der Balance: Während hydrolysiertes Keratin die innere Struktur repariert, glätten leichte Öle die äußere Schuppenschicht – ohne einen fettigen Film zu hinterlassen.
Die Star-Wirkstoffe im Conditioner:
Hydrolysiertes Keratin: Setzt die Reparaturarbeit fort, die das Shampoo begonnen hat. Die längere Einwirkzeit ermöglicht tieferes Eindringen.
Bio-Kokosöl: Das einzige Öl, das nachweislich in die Haarstruktur eindringen kann. Es reduziert Proteinverlust und macht das Haar von innen geschmeidig.
Bio-Avocadoöl: Reich an Ölsäure und Vitamin E. Nährt trockenes Haar intensiv und verleiht seidigen Glanz.
Bio-Mandelöl: Leicht und schnell einziehend. Glättet die Schuppenschicht und macht das Haar kämmbar.
Brennnesselextrakt: Traditionell verwendet zur Stärkung der Haarwurzeln. Reich an Kieselsäure, Eisen und B-Vitaminen.
Pfifferlingextrakt: Liefert Spurenelemente und Antioxidantien für vitales Haar.
Vitamin E (Tocopherol): Schützt als Antioxidans vor freien Radikalen und bewahrt die Haarfarbe.
Anwendung: Nach dem Shampoonieren das überschüssige Wasser ausdrücken. Eine walnussgroße Menge in die Längen und Spitzen einarbeiten, die Kopfhaut dabei aussparen. 2-3 Minuten einwirken lassen (bei stark geschädigtem Haar gern länger), dann gründlich ausspülen.
Stufe 3: Schutz & Finish mit dem Keratin Shine Leave-In Hair Mist
Der Keratin Shine Leave-In Hair Mist ist der krönende Abschluss deiner Keratin-Routine – und gleichzeitig dein täglicher Begleiter für gepflegtes, glänzendes Haar.
Was macht diesen Mist besonders?
Als Leave-In-Produkt verbleibt der Mist im Haar und entfaltet seine Wirkung den ganzen Tag. Die leichte Sprühformel beschwert nicht und kann auch auf trockenem Haar zwischendurch angewendet werden. Ideal für alle, die einen schnellen Frische-Boost brauchen.
Die Star-Wirkstoffe im Leave-In Mist:
Hydrolysiertes Keratin: Verbleibt auf dem Haar und bildet einen schützenden Film. Repariert kontinuierlich und schützt vor mechanischem Stress.
Milchsäure: Ein sanftes AHA, das den pH-Wert des Haares optimiert. Dadurch schließt sich die Schuppenschicht und das Haar glänzt intensiver.
Rotalgenextrakt (Furcellaria Lumbricalis): Bildet einen unsichtbaren Film, der Feuchtigkeit einschließt und vor Hitze schützt. Ideal als natürlicher Hitzeschutz vor dem Styling.
Ätherische Öle aus Zitrusfrüchten und Rosengeranie: Verleihen einen frischen, eleganten Duft und wirken zusätzlich pflegend.
Anwendung: Auf handtuchtrockenes Haar sprühen und mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm verteilen. Nicht ausspülen. Anschließend wie gewohnt stylen. Kann auch auf trockenem Haar angewendet werden, um Frizz zu bändigen oder Glanz aufzufrischen.
Keratin-Behandlung zu Hause vs. Salon: Was ist besser?
Salon-Behandlungen: Die Fakten
Professionelle Keratin-Behandlungen im Salon – oft als "Brazilian Blowout" oder "Keratin Smoothing Treatment" bezeichnet – versprechen glattes, frizz-freies Haar für mehrere Monate. Das Keratin wird unter Hitzeeinwirkung ins Haar eingeschlossen.
Allerdings gibt es erhebliche Bedenken: Viele dieser Behandlungen enthalten Formaldehyd oder Formaldehyd-freisetzende Substanzen, die beim Erhitzen giftige Dämpfe abgeben. Die US-amerikanische Occupational Safety and Health Administration (OSHA) hat mehrfach vor den Gesundheitsrisiken gewarnt. Symptome reichen von Augen- und Atemwegsreizungen bis hin zu erhöhtem Krebsrisiko bei regelmäßiger Exposition.
Zudem sind Salon-Behandlungen teuer (200-500€ pro Sitzung), zeitaufwendig (3-5 Stunden) und müssen alle paar Monate wiederholt werden.
Keratin-Haarpflege für zu Hause: Die smarte Alternative
Hochwertige Keratin-Shampoos, Conditioner und Leave-In-Produkte bieten eine sichere, effektive und kostengünstige Alternative. Die Vorteile:
Sicherheit: Keine Formaldehyde oder andere bedenkliche Chemikalien. COSMOS-zertifizierte Produkte garantieren strenge Inhaltsstoffstandards.
Kontinuierliche Pflege: Statt einer intensiven Behandlung alle paar Monate erhält dein Haar bei jeder Wäsche eine Keratin-Dosis. Der Effekt baut sich kumulativ auf.
Flexibilität: Du bestimmst selbst, wie intensiv du pflegst. Bei stark geschädigtem Haar täglich, bei gesundem Haar 2-3 Mal pro Woche.
Kosteneffizienz: Eine Keratin-Routine für zu Hause kostet einen Bruchteil einer Salon-Behandlung und hält wesentlich länger.
Natürliches Ergebnis: Das Haar wird gestärkt und geglättet, behält aber seine natürliche Bewegung und sein Volumen.
Die häufigsten Fragen zu Keratin
Ist Keratin für alle Haartypen geeignet?
Ja! Keratin ist ein natürlicher Bestandteil jedes Haares, unabhängig von Haartyp oder -struktur. Feines Haar profitiert von mehr Substanz und Stand, dickes Haar wird geschmeidiger und leichter zu bändigen, lockiges Haar bekommt definierte, frizz-freie Locken, und glattes Haar erhält mehr Glanz und Fülle.
Kann man zu viel Keratin verwenden?
Theoretisch ja – man spricht dann von "Protein-Überschuss". Die Symptome: Das Haar wird hart, spröde und bricht leichter. Allerdings ist das bei hochwertigen Keratin-Pflegeprodukten wie Shampoos und Conditionern praktisch unmöglich, da sie nur einen moderaten Keratin-Anteil enthalten. Problematisch wird es eher bei übermäßigem Gebrauch von konzentrierten Protein-Treatments.
Unser Tipp: Achte auf die Balance zwischen Protein (Keratin) und Feuchtigkeit. Die Keratin Volume Boost Serie ist bereits optimal formuliert und enthält neben Keratin auch feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Sodium PCA und pflegende Öle.
Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Eine sofortige Verbesserung in Glanz und Kämmbarkeit bemerkst du oft schon nach der ersten Anwendung. Für eine nachhaltige Verbesserung der Haarstruktur solltest du mindestens 4-6 Wochen regelmäßig Keratin-Pflege verwenden. Die besten Ergebnisse zeigen sich nach etwa 8 Wochen kontinuierlicher Anwendung.
Ist Keratin-Pflege für coloriertes Haar geeignet?
Absolut – sogar besonders empfehlenswert! Colorationen greifen die Haarstruktur an und machen das Haar porös. Keratin repariert diese Schäden und hilft, die Farbe länger zu bewahren. Die versiegelte Schuppenschicht verhindert, dass Farbpigmente ausgewaschen werden.
Kann ich Keratin-Produkte zusammen mit anderen Haarpflegeprodukten verwenden?
Ja, Keratin-Pflege lässt sich problemlos in jede Routine integrieren. Besonders gute Partner sind feuchtigkeitsspendende Masken (abwechselnd mit Keratin-Pflege anwenden), Hitzeschutzsprays, natürliche Öle für die Spitzen und Leave-In-Conditioner.
Verzichten solltest du auf stark austrocknende Produkte wie Trockenshampoo bei täglicher Anwendung oder aggressive Styling-Produkte mit viel Alkohol.
Ist Keratin in Haarpflegeprodukten vegan?
Das kommt auf die Quelle an. Traditionell wird Keratin aus tierischen Quellen gewonnen (Federn, Wolle, Hufe). Es gibt jedoch auch pflanzliche Alternativen, die aus Weizenprotein oder anderen pflanzlichen Quellen gewonnen werden und ähnliche Eigenschaften haben. Unsere Keratin Volume Boost Serie ist komplett vegan und tierversuchsfrei.
Zusätzliche Tipps für starkes, glänzendes Haar
Die richtige Waschtechnik
Wie du dein Haar wäschst, macht einen großen Unterschied. Verwende lauwarmes, nicht heißes Wasser – Hitze öffnet die Schuppenschicht und lässt Feuchtigkeit entweichen. Massiere das Shampoo sanft in die Kopfhaut ein, ohne zu kratzen. Die Längen werden beim Ausspülen automatisch gereinigt. Beim Conditioner ist es umgekehrt: Konzentriere dich auf Längen und Spitzen, spare die Kopfhaut aus.
Schonend trocknen
Rubbeln ist tabu! Die nasse Haarstruktur ist besonders empfindlich. Drücke das überschüssige Wasser sanft mit einem Mikrofaser-Handtuch oder einem alten T-Shirt aus. Lass das Haar wenn möglich an der Luft trocknen. Wenn du föhnen musst, verwende die niedrigste Hitzestufe und halte mindestens 15 cm Abstand.
Hitzeschutz ist Pflicht
Bevor Glätteisen, Lockenstab oder heißer Föhn ans Haar kommen, immer einen Hitzeschutz auftragen. Der Keratin Shine Leave-In Hair Mist bietet durch seinen Rotalgenextrakt einen natürlichen Hitzeschutz.
Regelmäßig Spitzen schneiden
Auch die beste Keratin-Pflege kann bestehenden Spliss nicht reparieren. Lass alle 8-12 Wochen die Spitzen schneiden, um zu verhindern, dass sich der Spliss nach oben arbeitet.
Von innen nähren
Schönes Haar beginnt von innen. Achte auf eine proteinreiche Ernährung mit genügend Biotin (Eier, Nüsse, Vollkornprodukte), Eisen (grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte) und Omega-3-Fettsäuren (fetter Fisch, Leinsamen). Ausreichend Wasser trinken nicht vergessen!
Dein Weg zu stärkerem Haar beginnt jetzt
Keratin ist kein Wundermittel – aber es ist das, was am nächsten drankommt. Als fundamentaler Baustein deines Haares kann zugeführtes Keratin Schäden reparieren, die Struktur stärken und deinem Haar seinen natürlichen Glanz zurückgeben.
Mit der richtigen Routine – Reinigung, Pflege, Schutz – gibst du deinem Haar bei jeder Wäsche das, was es braucht. Die Ergebnisse sprechen für sich: weniger Haarbruch, mehr Glanz, bessere Kämmbarkeit und endlich Haar, das sich so anfühlt, wie es aussehen soll.
Bereit für deine Keratin-Transformation?
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→ Keratin Volume Boost Shampoo – Die kraftvolle Reinigung (€39.90)
→ Keratin Volume Boost Conditioner – Die intensive Pflege (€39.90)
→ Keratin Shine Leave-In Hair Mist – Der tägliche Schutz (€42.90)
Wissenschaftliche Quellen
- Secchi, G. (2008). Role of protein in cosmetics. Clinics in Dermatology, 26(4), 321-325.
- Barba, C., et al. (2010). Restoring important hair properties with wool keratin proteins and peptides. Fibers and Polymers, 11(7), 1055-1061.
- Fernandes, M. M., & Cavaco-Paulo, A. (2012). Protein disulphide isomerase-mediated grafting of cysteine-containing peptides onto over-bleached hair. Biocatalysis and Biotransformation, 30(1), 10-19.
- Panahi, Y., et al. (2015). Rosemary oil vs minoxidil 2% for the treatment of androgenetic alopecia: a randomized comparative trial. Skinmed, 13(1), 15-21.
- Rele, A. S., & Mohile, R. B. (2003). Effect of mineral oil, sunflower oil, and coconut oil on prevention of hair damage. Journal of Cosmetic Science, 54(2), 175-192.
- Bolduc, C., & Bharat, R. (2012). Hair biology and its implications for cosmetic enhancement. Dermatologic Clinics, 30(2), 275-287.